Deutscher Generationenfilmpreis 2017 - Kurzfilmprogramm
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Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – oder: Wer bin ich?
Deutscher Generationenfilmpreis 2017 - Kurzfilmprogramm

Regie: diverse
Land: Deutschland 2017
Länge: diverse
Darsteller: diverse
Altersempfehlung: siehe unten
Foto:

Die Frage nach dem „Wer bin ich?“ kann jeder Mensch nur für sich selbst beantworten. Allen Menschen gemeinsam ist jedoch die Prägung durch ihre familiäre Herkunft. Daher spielt das individuelle wie kollektive Wissen um die Vergangenheit der eigenen Familie eine wichtige Rolle. Familiengeschichte kann düster und tragisch sein, so wie in „Tante Anna und ein Schloss“. Man kann entweder versuchen, die eigene Vergangenheit wie „Durch den Vorhang“ zu vergessen und dann neu zu begreifen. Oder das Spannungsverhältnis zwischen zwei Generationen und Kulturen aktiv ausloten wie „In meiner Frühlingsrolle“. Um dann allerdings die Zukunft sinnvoll gestalten zu können, bedarf es vor allem des Dialogs: „Wir müssen reden“. Bei den Kurzfilmen handelt es sich um vom Bundesfamilienministerium ausgezeichnete Filme des Deutschen Generationenfilmpreises. Der Wettbewerb richtet sich an junge und ältere Filmemacher (bis 25 / ab 50 Jahre). Er wird vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum veranstaltet.

Tante Anna und ein Schloss
Regie: Elmar Maurus, 81 Jahre, Kornwestheim
15 Min.
FSK beantragt: ab 6 J.
Durch einen tragischen Unfall mit Kopfverletzung ist die Tante geistig behindert. Viele Jahre später wird sie im Nationalsozialismus zum Euthanasieopfer. Recherchen der Nachfahren möchten ihr Schicksal dem Vergessen entreißen.

Durch den Vorhang
Regie: Arkadij Khaet, 23 Jahre, Ludwigsburg
27 Min.
FSK beantragt: ab 6 J.
Regisseur Arkadij Khaet ist zum Filmgespräch eingeladen.
Toms Klassenreise nach Israel, die der Erinnerungsarbeit an den Holocaust dienen soll, endet im Krankenhaus. Seine Wut auf das fremde Land schwindet, als ihm eine sterbende Patientin hinter dem Vorhang ein Geheimnis anvertraut.

In meiner Frühlingsrolle
Regie: Phan Thieu Hoa Nguyen, 23 Jahre, Hildesheim
8 Min.
FSK beantragt: ab 0 J.
Regisseurin Phan Thieu Hoa Nguyen ist zum Filmgespräch eingeladen.
Eine biografische Erzählung über das Aufwachsen zwischen zwei Welten: der deutschen Gesellschaft und den vietnamesischen Eltern.

Wir müssen reden
Regie: Ron Jäger, 21 Jahre, Berlin
8 Min.
FSK beantragt: ab 0 J.
Ein Vater besucht seinen Sohn. Es gibt offenbar etwas Wichtiges zu bereden, doch beiden fällt es schwer, aufeinander zuzugehen.

Eintritt frei!
Moderation: Holger Twele

Veranstaltungen 2017:

Frankfurt am Main, Kino CineStar Metropolis: Di, 24. Oktober, 10:30 Uhr
Diskutant/en: Holger Twele, Freier Filmjournalist und Filmpädagoge